Heinz Sichrovsky schreibt in seiner wie immer lesenswerten Kolumne auf news.at:
„In dieser News-Ausgabe finden Sie ein Interview mit dem Regisseur Barrie Kosky, auf das ich Sie besonders hinweise. Besteht doch unter halbwegs Kundigen fast Konsens: Den sinnlos abmontierten Intendanten Hinterhäuser zu ersetzen, ist aussichtslos. Aber man kann die Folgen des politischen Kampfdilettierens zumindest in Grenzen halten. Und da wäre der Kosmopolit Kosky mit seinen jüdisch-osteuropäisch-australischen Diaspora-Wurzeln und seiner reichen Opern- und Theaterbiografie einer, dem man sich nähern kann. Auch, weil er biografisch und stilistisch vom Festspielgründer Max Reinhardt nicht zu weit entfernt ist. Zu einer allfälligen Bewerbung entkommt ihm im News-Interview klugerweise kein Wort, aber er skizziert klare Vorstellungen eines Festivals, das Gestern und Heute ineinander spiegelt. Auch aus der Findungskommission hört man teils Ermutigendes in seine Richtung.
Das Problem sind die letztentscheidenden Kulturpolitiker von Land und Stadt Salzburg und dem Bund. Ihr vergangenes Agieren lässt befürchten, dass sie in der hochsensiblen Causa Intriganten, Einsagern, Eigeninteressenten und Radaubrüdern aus dem semiprofessionellen Blogger-Segment als leichte Beute zur Verfügung stehen.
An uns Profis ist es, all diesen Gestalten belastbares Wissen und die schnell schwindende Macht seriöser Medien entgegenzusetzen.“
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