Das internationale Theaterfestival „Theater der Welt“ findet 2026 in Chemnitz statt – in gemeinsamer Trägerschaft der Theater Chemnitz, The Festival Academy aus Brüssel und der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH.

Anlässlich ihres Besuchs beim aktuell stattfindenden Theater der Welt 2023 in Frankfurt am Main und Offenbach übergab Kulturstaatsministerin Claudia Roth gemeinsam mit ITI-Präsidentin Yvonne Büdenhölzer die nächste Ausgabe des Festivals an den Generalintendanten der Theater Chemnitz Christoph Dittrich und die Chemnitzer Kulturbürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky.

Die Festival-Intendanz wird aus dem Generalintendanten des Theater Chemnitz Christoph Dittrich, Inge Ceustermans, Generaldirektorin der NGO The Festival Academy Brussels und Stefan Schmidtke, Geschäftsführer Programm der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH bestehen.

Der Chemnitzer Stadtrat hat die von der Städtischen Theater Chemnitz gGmbH (STC) erarbeitete Theater-Konzeption beschlossen. Diese sieht den Erhalt aller Sparten und Spielstätten des Hauses bei Beibehaltung der „Größe des Personalkörpers der STC vor“, wie es in einer Pressemitteilung der Stadt heißt. Zudem ist vorgesehen, den Tarifvertrag ab 2028 neu zu regeln. Und es werden 40 Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ für das Opernhaus und Sprechtheater ausgegeben.

Für welchen finalen Standort, ist aber noch nicht entschieden, teilte das Theater auf Nachfrage mit. „Man hat sich erstmal auf diese Summe geeinigt, damit muss nun weiter geplant werden.“

Seit Frühjahr kursieren Pläne, alle Sparten, also Musiktheater, Ballett, Schauspiel, Figurentheater und Philharmonie, unter dem Dach des Schauspielhauses unterzubringen. Dagegen wehrte sich die Schauspielsparte, deren Spielstätte baufällig ist. Das Opernhaus ist aber mit seinen architektonischen und akustischen Gegebenheiten fürs Sprechtheater nur sehr bedingt geeignet.

Mit dem Betrag aus dem Sondervermögen sei sowohl die Sanierung, als auch ein Neubau des Schauspielhauses möglich. Im MDR wird nochmal die Architekturhistorikerin Annette Menting zitiert, die sagt, die „Stadt sei gut damit beraten, das bestehende Schauspielhaus zu sanieren und zu modernisieren“.