Patricia Nickel-Dönicke, Schauspieldirektorin des Hessischen Staatstheaters Kassel, ist fristlos gekündigt worden.
In einer gemeinsam mit dem Staatstheater veröffentlichten Presseerklärung heißt es: „die ausgesprochene Kündigung (ist) gegenstandslos“. Gleichwohl soll die Zusammenarbeit beendet werden. Es sei eine Aufhebungsvereinbarung unterzeichnet worden, heißt es in dem Schreiben. Und weiter: „Seitens des Staatstheaters wird mit Blick auf die erfolgte Berichterstattung in diesem Zusammenhang ausdrücklich klargestellt, dass die Kündigung nicht im Führungsverhalten von Frau Nickel-Dönicke begründet war. Die Beendigung der Zusammenarbeit beruht maßgeblich auf dem Umstand, dass auf beiden Seiten unterschiedliche Auffassungen von Zusammenarbeit und divergierende Sichtweisen bei strukturellen und organisatorischen Fragen bestehen.“
Patricia Nickel-Dönicke kam mit Florian Lutz 2021 ans Hessische Staatstheater. Die Spielzeit 2025/26 wäre die letzte für die Direktorin in Kassel gewesen. Zur Spielzeit 2026/2027 wird sie Intendantin am Landestheater NÖ in St. Pölten
Dort hält man an der Personalentscheidung fest und stellt sich hinter die künftige Intendantin. „Wir stehen seit Wochen mit Patricia Nickel-Dönicke in engem Kontakt, um ihre künstlerische Leitung bei uns im Landestheater Niederösterreich vorzubereiten“, teilte die operative Theaterleitung mit. „Wir haben natürlich auch zu den Vorfällen in Kassel mit ihr und auch einigen ihrer ehemaligen und aktuellen KollegInnen Gespräche geführt, um uns selbst ein Bild zu machen. Aufgrund dieser – mit großer Transparenz – geführten Gespräche sind wir überzeugt, dass Patricia Nickel-Dönicke die Umstände aufklären kann und arbeiten weiterhin konstruktiv an der Vorbereitung ihrer ersten Spielzeit am Landestheater Niederösterreich.“
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