Schweren Herzens sagen die Eutiner Festspiele die geplante Spielzeit 2026 ab.
„Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Sie ist jedoch notwendig, denn es braucht dringend eine Professionalisierung der Strukturen“, sagt Falk Herzog, der die Geschäfte seit Herbst 2017 ausschließlich ehrenamtlich führt.
„Für eine ehrenamtliche Geschäftsführung ist der Kulturbetrieb längst zu groß.“ Trotz Rekordbesuchen, herausragender Produktionen und großer Resonanz bei Publikum, Presse und Partnern sei es „leider nicht gelungen, die Kommunalpolitik vom Wert der Eutiner Festspiele für die Stadt zu überzeugen“, sodass man „nicht nur die Saisonabsage, sondern mit dem Ende meiner ehrenamtlichen Geschäftsführung auch das Ende der Eutiner Festspiele bekanntgeben“ müsse.
„Jeder investierte Euro“ zahle sich „siebenfach für die Stadt Eutin aus“, dennoch hätten sich die Fördermittel verringert und die Kosten nach Corona und dem Ausbruch des Ukrainekrieges deutlich erhöht. „Es ging uns nicht ums Geld, sondern ein starkes Signal und Bekenntnis zu den Festspielen.“
„Ohne hauptamtliche Geschäftsführung und die nötigen Finanzmittel hat ein saisonaler Kulturbetrieb in dieser Größe und der heutigen Zeit keine Chance.“ Gleichzeitig dankt Herzog „unserem Publikum für sein Vertrauen und seine Freude an unserem Kulturangebot“ und sagt: „Wie die bewegte Geschichte der Eutiner Festspiele zeigt, gab es bislang nach jedem Wendepunkt ein kleines oder großes Wunder, aber meine Zeit als ehrenamtlicher Geschäftsführer bei den Eutiner Festspielen ist vorbei“.
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