Christina Zintl verlässt das Schauspiel Essen als Ko-Intendantin. Selen Kara bleibt künstlerische Intendantin des Hauses. Der Entscheidung gingen Auseinandersetzungen zwischen den Ko-Intendantinnen voraus.
Auch an der Aalto-Oper Essen kriselt es: Nach der Prüfung von bereits vor einem Jahr erhobenen Machtmissbrauchs-Vorwürfen gegen Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti entschied der Aufsichtsrat, dass sowohl Intendantin Merle Fahrholz als auch Sanguineti selbst bleiben. Sanguinetis Vertrag werde allerdings nicht verlängert. Fahrholz gab schon im Februar dieses Jahres bekannt, Essen mit Ablauf ihres Vertrags im Sommer 2027 verlassen zu wollen.
Der Aufsichtsrat der Theater und Philharmonie Essen GmbH (TUP) hat die Weichen für zukünftige Besetzung des künstlerischen Führungspersonals gestellt: Der Vertrag mit Andrea Sanguineti wird nicht über den 31. Juli 2027 hinaus verlängert. Gegen den Generalmusikdirektor des Aalto-Musiktheaters und der Essener Philharmoniker gab es Beschwerden aus der Mitarbeiterschaft zu seinem Führungsverhalten, eine externe Prüfung bewertete die Anschuldigungen allerdings als nicht justiziabel. Desweiteren scheidet Christina Zintl zum 31. August 2025 aus der Intendantinnen-Doppelspitze des Schauspiel Essen aus. Die Auflösung des Vertrages erfolgt laut TUP im beiderseitigen Einvernehmen. Co-Intendantin Selen Kara wird die Geschäfte des Schauspiels fortführen.
Beauftragt hat der Aufsichtsrat die Findung einer neuen Intendanz für das Aalto Musiktheater und die Essener Philharmoniker ab der Spielzeit 2027/2028. Die aktuelle Intendantin Dr. Merle Fahrholz hat im vergangenen Februar ihren Verzicht auf einen neuen Dienstvertrag erklärt. Im Zuge der Intendanz-Findung wird auch eine Nachfolge für Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti gesucht.
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